Die bessere Alternative: “Ersatz”-Produkte für Nicht-Veganer

by gruenartig

“Ich könnte niemals auf XY verzichten” (setze ein nicht-veganes Nahrungsmittel deiner Wahl ein).

Ein Satz, der wie eine Rechtfertigung ausgeteilt wird. Weil eine rein vegane Ernährung für die Meisten unvorstellbar ist. Frei nach dem Motto: Was ich nicht komplett schaffen kann/will, probiere ich auch gar nicht erst in Teilen aus. Obwohl doch alle übereinstimmen, dass die Massentierhaltung grausam ist und abgeschafft werden sollte. Was wir tun sollten? Zuerst einmal aufhören mit dem Schwarz-Weiß-Denken. Es gibt so viele einfache Möglichkeiten, auch als “Nicht-Veganer” tierleidfreie Entscheidungen zu treffen. Und damit meine ich weder Tofuwürstchen noch Sojamilch. Nein, ihr werdet mit den folgenden Vorschlägen keinen Unterschied zu eurer bisherigen Ernährung feststellen.

1. Sonnenblumen Margarine

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Margarine hat wirklich jeder von uns im Haus: Zum Backen, Braten oder Kochen. Dass in der Sonnenblumenmargarine aber häufig Süßmolke / Molkenpulver / Molkenerzeugnis beigemischt wird, wissen leider die wenigsten. Als Verbraucher schmeckt man keinen Unterschied. Also kauft beim nächsten Mal doch einfach bewusst eine Margarine ohne Süßmolkenzusatz – ist sogar günstiger.

Für Fortgeschrittene: Lieber Öl aus einer Glasflasche.

 

2. Kartoffel Chips

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Kartoffeln, Fett und Gewürze – mehr braucht man eigentlich nicht für gute Chips. Leider sind trotzdem in den Aromen Milchbestandteile versteckt. Greift beim nächsten Mal doch lieber nach einer veganen Tüte – und nein, dass müssen nicht diese verrückten Gemüsechips sein. Mit Pringles Paprika, Lorenz Erdnusslocken oder Funny Frisch Oriental seid ihr zum Beispiel schon auf der sicheren Seite.

Für Fortgeschrittene: Unverpackt Nüsse kaufen. Gesunde Fette, viele Proteine und gleicher Snack-Effekt.

 

3. Nudeln und Spaghetti

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Die allermeisten Nudeln bestehen zu 100% aus Hartweizengrieß und schmecken hervorragend. Es gibt aber ein paar Nudelsorten, die explizit Ei enthalten. Ihr könnt euch ja mal Gedanken machen, was da vom Ursprungsei noch natürlicherweise drin sein kann, wenn die Packung ungekühlt für mehrere Monate im Regal stehen darf… Und einen Unterschied schmeckt man ebenso wenig. Also: Lieber nach 100% Hartweizengrieß-Nudeln greifen.

Für Fortgeschrittene: Nudeln aus Zucchini oder Rote Bete ausprobieren.

 

4. Essig und Saucen

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In meinem Artikel über vegane Getränke habe ich schon einmal auf die Probleme bei der “Klärung und Filterung von Trübstoffen” hingewiesen. Dafür wird nämlich häufig Gelatine eingesetzt. Geschmacklich kann man aber keinen Unterschied zu einer pflanzlichen Klärung feststellen. Einige Hersteller weisen ihren Essig deswegen extra vegan aus.

Für Fortgeschrittene: Da Essig auch in vielen Saucen, wie z.B. Ketchup zum Einsatz kommt, sollte man auch dabei auf ein “vegan” Etikett achten. Eine gute Liste findet ihr auch bei Peta2.

 

Macht das alles Sinn?

Viele Menschen stellen sich die Frage, warum sie all das tun sollten. Zu wenig Zeit und Lust. Und außerdem: Das merkt der Hersteller doch eh nicht. Warum sollte sich dadurch etwas ändern?

Dieser Gedanke ist falsch!

Wann haben wir angefangen, uns faul auszuruhen, anstatt die Welt verbessern zu wollen? Wann sind wir teilnahmslos und resigniert geworden? Die vielen veganen Produkte in den Läden zeigen doch ganz deutlich, dass ein Umdenken bei den Unternehmen stattfinden kann. Viele Hersteller bringen neue Produkte auf den Markt, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wir Verbraucher haben eine Stimme und wir sollten sie einsetzen. Macht alle mit und leistet einen kleinen Beitrag für die Vision einer Massentierhaltungsfreien Zukunft. Ein Schritt nach dem anderen.

Wer möchte später schon seinen Enkeln sagen, dass man die Zerstörung des Planeten hingenommen hat, weil es einfach nur bequem war?

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